Lich (ak). Eine geplatzte Ölleitung sorgte
am Freitagmittag für die Auslösung der Brandmeldeanlage der
Firma Branopac GmbH. Als der Löschzug der zuvor alarmierten Kernstadt-Abteilung
an der Einsatzstelle eintraf, drang bereits dichter Rauch aus der Produktionshalle.
Einsatzleiter Marco Römer beorderte sofort einen Atemschutztrupp
zur Erkundung in das Firmengebäude. Dort schieberte der Trupp die
entsprechende Leitung einer Maschine ab, um ein weiteres Auslaufen zu
verhindern. Eine firmeninterne Abzugsanlage übernahm die Belüftung
der Halle. Den Brandschutz stellte die Besatzung des HLF 20/16 sicher.
Mit größeren Mengen Bindemittel wurden die Ölmengen
innerhalb und außerhalb des Gebäudes eingegrenzt. Eine Fachfirma
nahm diese später für eine fachgerechte Entsorgung auf. Vorsorglich
informierte die Einsatzleitung die Kläranlage der Stadt Lich, da
nicht ausgeschlossen werden konnte, dass bereits Öl ins Abwasser
gelangt war. Kanalschächte auf dem Firmengelände wurden von
den Einsatzkräften daher eingehend kontrolliert. Um ein Eindringen
des Öls in die Kanalisation zu verhindern, verschloss die Besatzung
des Wechselladers den Hauptabwasserkanal der Firma mit Rohrdichtkissen.
Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz für die 17 Kräfte der
Freiwilligen Feuerwehr Lich-Kernstadt beendet. Ebenfalls vor Ort waren
Mitarbeiter der städtischen Kläranlage und weiterer Fachfirmen.