Feuer im Gemeindehaus – DRK und Feuerwehr übten gemeinsam
Lich (ak). Pünktlich um 14:00 Uhr ging am Sonntag die Meldung „Feuer im Gemeindehaus, mehrere Personen vermisst“ bei der Kernstadtwehr und der DRK-Bereitschaft Lich ein. Die Alarmierung kündigte jedoch nicht den 112. Einsatz des Jahres der Freiwilligen Feuerwehr Lich an, sondern die alljährliche Gemeinschaftsübung der beiden örtlichen Hilfsorganisationen.
Die vom stellvertretenden Wehrführer Stefan Albohn ausgearbeitete Ausgangslage ging von einer Fettexplosion in der Küche des evangelischen Gemeindehauses aus. Flammen schlugen bereits aus dem Küchenfenster. Treppenhaus und das Erdgeschoss waren komplett verraucht. Dort galten zwei Personen als vermisst, im Obergeschoss sogar mehrere.

Kurz nach dem Alarm trafen zwei Löschzüge der Licher Feuerwehr und das DRK mit acht Fahrzeugen und 37 Helfern am Übungsobjekt am Wall ein.

Einsatzleiter Stefan Albohn teilte zur besseren Übersicht die Abschnitte „Nord“ und „Süd“ ein.

Entnahme von der Krankentragehalterung

Aufgabe der Einheiten im nördlichen Bereich war es die Menschenrettung über den Haupteingang durchzuführen und dort den Brand zu bekämpfen. Auf dem Parkplatz brachte man die Drehleiter in Stellung. Mit Hilfe deren Krankentragenhalterung konnten so zwei Personen aus dem 1.OG befördert werden. Zur gleichen Zeit begannen die Gruppen 1-44 und 1-45 im südlichen Bereich zwischen Bürgerbüro und Marienstiftskirche mit den Rettungs- und Löschmaßnahmen.

Auch hier sorgten Atemschutztrupps dafür, dass mehrere Vermisste, die von der DRK-Bereitschaft Lich zuvor fachmännisch geschminkt wurden, rasch aus den verrauchten Räumen gerettet werden konnten. Alle Geretteten übergaben die Floriansjünger an den Rettungsdienst, der sich auf dem eigens eingerichteten Behandlungsplatz um deren Versorgung kümmerte. Die Besatzung des Wechselladers übernahm die Absperrung der Wallstraße.

Nach einer knappen Stunde verkündete Albohn das Übungsende. Wehrführer Günter Stein, der den Übungsverlauf für die Zuschauer kommentierte, zeigte sich etwas enttäuscht über das geringe Interesse der Licher Bevölkerung an der Jahresübung.

Abtransport eines Verletzten

Unter den wenigen Interessierten befanden sich auch Stadträtin Gisela Maier und Stadtbrandinspektor Marco Römer. Anschließend fand noch eine Abschlussbesprechung aller Übungsbeteiligten statt.

Folgende Feuerwehrfahrzeuge wurden bei der Alarmübung eingesetzt:
ELW 1, TLF 16/25, LF 16, DLK 23/12, LF 16/TS, WLF mit AB-Logistik

Weitere Bilder unter www.feuerwehr.lich.de


Text: Andreas Kunz (FF Lich)
Bilder: Freiwillige Feuerwehr Lich

 
Wasserversorgung für die Drehleiter wird sichergestellt
 
Personenrettung über DLK 23/12
 
Brandbekämpfung im 1. OG
 
TLF 16/25 vor Übungsobjekt in der Wallstraße
 
Reaktivierter Atemschutzgeräteträger in Topform...
 
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