>> Unfall mit drei Fahrzeugen und fünf Verletzen angenommen <<
Lich (ak). Ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen, in denen mehrere Insassen eingeklemmt waren, war die Ausgangslage für eine groß angelegte Gemeinschaftsübung der Einsatzabteilungen aus Langsdorf und Lich.
Die beiden Abteilungen der Großgemeinde werden in Zukunft bei schweren Verkehrsunfällen auf der Bundesstraße 457 zusammen alarmiert, weshalb eine gemeinsame Ausbildung im Bereich der technischen Hilfeleistung angesetzt wurde. Zugführer Hans Dieter Schnepf von der Licher Einsatzabteilung, der auch gleichzeitig Übungsleiter war, hatte die anspruchsvolle Übung vorbereitet.
Man hatte kurzerhand den Teufelswiesenweg sowie den landwirtschaftlichen Verbindungsweg zwischen Lich und Langsdorf zur B 457 umfunktioniert und ein Unfallzernario dargestellt. In Höhe des alten Bahnviadukts war es zu einem folgenschweren Zusammenstoß zweier Pkw und eines Lkw gekommen.
Kurz nach der Alarmierung erreichten die beiden Einsatzabteilungen mit sechs Fahrzeugen, u.a. dem neuem Langsdorfer LF 10/6, die angenommene Unfallstelle.
Besatzungen 1/44 und 1/66 bereiten
Personenbefreiung vor
Wehrführer Günter Stein der als Einsatzleiter fungierte, teilte zwei Abschnitte ein, in denen die Floriansjünger mit den schweren Rettungsgeräten des Licher Löschgruppenfahrzeugs 1/44 sowie des Wechselladers mit Unterstützung der Langsdorfer Kameraden die eingeklemmten Personen befreiten. Erstmals kamen auch die kürzlich neu beschaffte hydraulische Schere sowie der Spreizer zum Einsatz.
Neuere Fahrzeugbauarten mit festeren Materialien und zusätzlichen Verstärkungen machten die Anschaffung einer größeren, verbesserten Version notwendig. Um einen besseren Zugang zum Lkw-Fahrerhaus zu erhalten, brachten Einsatzkräfte auch die Rettungsplattform des Abrollbehälters-Logistik in Stellung.

Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs stellte den Brandschutz sicher und bereitete später den Hubschrauberlandeplatz vor. Nach und nach konnten die Verletzten aus den Wracks befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Lkw-Fahrer wird über Plattform gerettet
In der abschließenden Besprechung zogen die Übungsbeobachter und Stadtbrandinspektor Marco Römer eine positive Bilanz.

Der Dank der Verantwortlichen ging an die Verletztendarsteller, an beide Einsatzabteilungen und an Daniel Muth, der die Unfallwagen zur Verfügung stellte.

Folgende Fahrzeuge wurden bei der Übung eingesetzt:

Freiwillige Feuerwehr Lich mit ELW 1, LF 16, TLF 16/25, WLF mit AB-Logistik
Freiwillige Feuerwehr Lich/Langsdorf mit MTW und LF 10/6

Text: A. Kunz (Feuerwehr Lich)
Bilder: B. Schnepf und A. Kunz
 
Langsdorfer LF 10/6 und MTW, im Vordergrund der Rollcontainer "TH-VU"
 
Abschnitt I mit verunfallten Lkw und Geländewagen
 
Der neue hydraulische Rettungssatz im Einsatz
 
Geländewagen wird mit dem STAB-FAST-Stabilisierungssystem abgestützt
 

Ein Feuerwehrkamerad kümmert sich um die Verletzten

 
FF Langsdorf geht unter fachlicher Anleitung von Gruppenführer Stefan Rauch (Florian Lich 1/66) vor
 
Langsdorfer Wehr setzt hydraulischen Spreizer ein
 
Dachabtrennung zur Personenbefreiung im Abschnitt II
 
zurück zur Übersicht