Übung "Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr"


Lich (jl/ak). "Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr" - so lautet die Bezeichnung einer der sogenannten Standardeinsatzregeln, die in den letzten Jahren von der Wehrführung sowie den Zugführern Johannes Lang und Stefan Albohn erarbeitet wurden.

Es geht bei diesen Standardeinsatzregeln darum den Betroffenen im Einsatzfall schnellst- und bestmöglich helfen zu können. Dazu können standardmäßige Abläufe, die sich auf die individuellen Begebenheiten des Standorts beziehen, festgelegt und mit der Einsatzabteilung trainiert werden. Das spart im Einsatzfall wertvolle Sekunden und sichert eine optimale Einsatzabwicklung.

Am 19. August 2020 wurde ein solches Szenario, nämlich "Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr" nach einer kurzen Theorieeinheit im Schulungsraum praktisch geübt. Dankenswerterweise konnte dafür ein Mitglied der Kernstadt-Einsatzabteilung ein leerstehendes Wohnhaus im Licher Blumenviertel zum Üben zur Verfügung stellen. So konnten Johannes Lang, Andreas Höpfl und Christian Römer das Übungsszenario unter realen Bedingungen vorbereiten. Für den mit fünf Fahrzeugen angerückten Löschzug galt es zwei vermisste Personen aus dem Erd- sowie Obergeschoss der verrauchten Wohnung zu retten. Hierfür kamen zwei Atemschutztrupps und der Überdrucklüfter des Staffellöschfahrzeugs sowie ein Atemschutztrupp des Hilfeleistungslöschfahrzeugs zum Einsatz. Eine Person konnte mittels Schleifkorbtrage und Steckleiterteile aus dem Obergeschoss gerettet werden. Die Wasserversorgung wurde über die beiden Wassertanks und einen Unterflurhydranten sichergestellt.

Trotz der Corona-bedingten Einschränkungen der letzten Monate zeigte sich die Übungsleitung um den stellvertretenden Wehrführer Sebastian Döll mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Insbesondere sei es schön, dass sich einige neue, motivierte Mitglieder der Einsatzabteilung gut mit einbringen konnten.

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