Datum: 3. August 2026 um 20:53 Uhr
Alarmierungsart: Löschzug Lich
Dauer: 2 Stunden 37 Minuten
Einsatzort: Lich (Oberstadt)
Fahrzeuge: DLK 23/12 (Lich 1-30) , ELW (Lich 1-11) , GW-L1 (Lich 1-64) , HLF 20/16 (Lich 1-46) , LF 10 (Lich 1-43) , MTW1 (Lich 1-19-1) , StLF 20/25 (Lich 1-40)
Weitere Kräfte: FF Li./Langsdorf mit LF 10/6 (Fl. Lich 5/43) und MTW (Fl. Lich 5/19) , Kripo Gießen , Polizei Grünberg , Rettungswagen Lich (RK Gießen 11/83-1)
Einsatzbericht:
In einem Fachwerkhaus in der Licher Oberstadt ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr verhinderte mit einer Wasserwand, dass die Flammen auf die dicht stehenden Nachbarhäuser übergreifen.
Lich – Es war ein glücklicher Zufall: Als am Montagabend in einem Licher Fachwerkhaus um 21 Uhr in der Oberstadt ein Feuer ausbrach, saßen nur wenige hundert Meter entfernt im Feuerwehrhaus gerade viele Feuerwehrleute zusammen. Der Festausschuss tagte im Vorfeld des in zwei Wochen stattfindenden Kreisfeuerwehrtags. Ein paar Zimmer weiter trafen sich die Licher Wehrführer zu einer Sitzung. „Dadurch waren wir schnell und schlagkräftig da, sonst wäre es schlimmer ausgegangen“, sagte Stadtbrandinspektor Marco Römer. Denn als das erste Feuerwehrauto in der Oberstadt eintraf, quoll der Rauch bereits aus mehreren Fenstern der Wohnung im Obergeschoss.
Die Bewohnerin hatte sich ins Freie retten können. Eine Scheibe war bereits geplatzt, die Flammen schlugen heraus und züngelten am Dachstuhl. Um zu verhindern, dass das Feuer aufs Dach übergreift, wurde hier sofort ein Strahlrohr auf das Fenster gerichtet. Nahezu zeitgleich wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Nachbarhäuser vor einem Übergreifen der Flammen mit einer sogenannten Riegelstellung zu schützen. Dabei wird eine Wasserwand zwischen dem Brandgebäude und dem Nachbarhaus erzeugt. In der Licher Altstadt stehen die Fachwerkbauten dicht an dicht. Wie da ein Brand schnell ausgehen kann, hat Hessen erst vor wenigen Tagen in der Lauterbacher Altstadt gesehen. Im selben Moment ging ein Trupp unter Atemschutz ins Gebäude vor, um von Innen den Brand zu bekämpfen.
Innerhalb kurzer Zeit gelang es so den Feuerwehrleuten aus Lich und Langsdorf, Schlimmeres zu verhindern.
Die Brandwohnung selbst ist augenscheinlich unbewohnbar. Wie es mit den anderen Wohnungen in dem Mehrparteienhaus aussieht, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Lichs Bürgermeister Dr. Julien Neubert war sofort zur Unglücksstelle geeilt, um bei der Unterbringung der knapp unter zehn in dem Gebäude gemeldeten Bewohner zu unterstützen.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Lich und Langsdorf waren mit 44 Einsatzkräften vor Ort, davon 22 Atemschutzgeräteträgern. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache stand am Abend noch nicht fest, auch eine Schadensschätzung war […] noch nicht möglich […].
Textquelle: Gießener Allgemeine Zeitung (Onlineausgabe) am 03.08.2026; Flammen schlagen aus Fachwerkhaus in Licher Altstadt ; von Patrick Dehnhardt
